Kurz gesagt
WAV speichert den Klang ohne Verlust, MP3 spart Platz, indem es Details weglässt. Zum Aufnehmen, Mischen und für den Upload beim Distributor nimmst du WAV mit 24 Bit. MP3 ist zum Verschicken und Anhören da. Ob 44,1 oder 48 kHz ist weniger wichtig, als dass das ganze Projekt bei einer Samplerate bleibt.
WAV oder MP3: was ist besser?
Für die Qualität: WAV. Eine MP3 mit 320 kbit/s klingt sehr nah am Original, aber jede weitere Bearbeitung und jede erneute Umwandlung macht die Fehler größer. Deshalb gehört MP3 ans Ende der Kette, nie an den Anfang.
- Verlustfrei: WAV, AIFF und FLAC. FLAC ist kleiner, verliert aber nichts.
- Verlustbehaftet: MP3 und AAC.
- Streaming: Spotify und Co. wandeln deinen WAV-Master selbst um.
16, 24 oder 32 Bit?
- 24 Bit zum Aufnehmen: genug Abstand zum Rauschen, du musst nicht an die Grenze pegeln.
- 32 Bit Float für Exporte und Stems: kann beim Export nicht übersteuern.
- 16 Bit reicht für die fertige CD.
- Distributoren nehmen meist 16 oder 24 Bit.
44,1 oder 48 kHz?
Beide Sampleraten bilden alles ab, was wir hören, also bis etwa 20 kHz. 44,1 kHz ist der klassische Musik-Standard, 48 kHz der Standard für Video. Nimm, was dein Projekt schon hat, und bleib dabei. Höhere Raten wie 96 kHz brauchen mehr Speicher und Rechenleistung und bringen für die meisten Songs keinen hörbaren Vorteil.
Welches Format wofür?
| Zweck | Format |
|---|---|
| Aufnahme | WAV, 24 Bit, 44,1 oder 48 kHz |
| Stems für den Mix | WAV, 24 oder 32 Bit Float |
| Upload beim Distributor | WAV, 16 oder 24 Bit |
| Demo verschicken | MP3, 320 kbit/s |
| CD | WAV, 16 Bit, 44,1 kHz |
Typische Fehler
- Auf eine MP3 aufnehmen: Frag den Produzenten nach dem Beat als WAV.
- Sampleraten mischen: Spuren mit 44,1 und 48 kHz im selben Projekt laufen falsch schnell oder werden umgerechnet.
- MP3 in WAV umwandeln: bringt die verlorene Qualität nicht zurück.
Ob deine Spuren zusammenpassen, prüft der kostenlose Stem-Check, inklusive Hinweis auf versteckte MP3s.