Kurz gesagt
Autotune zieht deine Stimme in Echtzeit auf die nächsten Töne der Tonart. Entscheidend sind zwei Einstellungen: die Tonart des Songs und der Retune Speed. Sehr schnell eingestellt entsteht der bekannte Roboter-Effekt, langsam klingt es wie eine natürliche Korrektur.
Was ist Autotune?
Auto-Tune ist eigentlich ein Plugin der Firma Antares. Inzwischen nennt man so fast jede automatische Tonhöhenkorrektur. Das Plugin erkennt, welchen Ton du singst, und schiebt ihn auf den nächsten Ton, der in der eingestellten Tonart erlaubt ist.
Die richtige Tonart
Steht die Tonart falsch, zieht Autotune deine Stimme auf die falschen Töne, und es klingt schief. Die Tonart deines Beats findest du kostenlos im Key-Scout, oder du fragst den Produzenten.
Retune Speed und Humanize
- Sehr schnell: harter Effekt mit Sprüngen zwischen den Tönen, typisch für Trap und Hyperpop.
- Mittel: hörbar, aber musikalischer, gut für Pop.
- Langsam: unauffällige Korrektur, die Stimme bleibt natürlich.
- Humanize: lässt lange Töne natürlicher schwingen, auch bei schnellem Retune Speed.
Autotune oder Melodyne?
Autotune arbeitet automatisch und in Echtzeit, ideal für den Effekt und zum Performen. Melodyne bearbeitet nach der Aufnahme jede Note einzeln, ideal für Korrekturen, die man nicht hören soll. Oft wird beides kombiniert.
Kostenlose Alternativen
- MAutoPitch von MeldaProduction, kostenlos für Windows und Mac.
- GSnap, ein einfaches Gratis-Plugin.
- Pitch Correction ist in Logic Pro schon eingebaut.
Mit oder ohne Autotune aufnehmen?
Für den Trap-Sound hilft es, Autotune schon beim Aufnehmen auf dem Kopfhörer zu hören. Nimm die Stimme aber trocken auf und schreib dir Tonart und Retune Speed auf. Dann kann der Effekt im Mix genau nachgebaut und verfeinert werden. Mehr Tipps zur Aufnahme stehen unter Vocals zuhause aufnehmen.
Typische Fehler
- Falsche Tonart: klingt schief, obwohl Autotune an ist.
- Sehr unsauber eingesungen: Autotune springt zwischen falschen Tönen hin und her.
- Effekt mit aufgenommen: lässt sich später nicht mehr ändern.
- Überall gleich stark: Adlibs und Backings vertragen oft andere Einstellungen als die Lead-Stimme.