Kurz gesagt
Spotify spielt Songs mit etwa −14 LUFS ab. Ein lauterer Master wird leiser gedreht und verliert dabei nur Dynamik. Für die meisten Genres passt ein Master zwischen −14 und −8 LUFS. Der True Peak sollte unter −1 dBTP liegen.
Was ist LUFS?
LUFS misst, wie laut Musik für das Ohr wirkt, nicht nur, wie hoch der Pegel ist. Entscheidend ist Integrated LUFS, der Durchschnitt über den ganzen Song. Mit diesem Wert gleichen die Streaming-Dienste an.
True Peak ist der höchste Ausschlag, auch zwischen den Samples. Liegt er zu nah an 0 dB, verzerrt der Song beim Umwandeln in MP3 oder AAC.
Wie viel LUFS für Spotify, YouTube und Apple Music?
| Plattform | Referenzpegel (ca.) | Dreht leise Songs lauter? |
|---|---|---|
| Spotify | −14 LUFS | ja, begrenzt |
| YouTube | −14 LUFS | nein |
| Apple Music | −16 LUFS | ja, begrenzt |
| Amazon Music | −14 LUFS | nein |
| Deezer | −15 LUFS | nein |
| TIDAL | −14 LUFS | nein |
Näherungswerte, sie können sich ändern. Bei Spotify können Hörer außerdem „Laut“ (etwa −11 LUFS) oder „Leise“ (etwa −19 LUFS) wählen. Quellen: Spotify for Artists, Loudness Penalty Guide.
Wie viel LUFS für SoundCloud, Instagram, TikTok und CD?
- SoundCloud gleicht nicht an: Laut bleibt laut. Rap und Trap landen hier oft bei −9 bis −7 LUFS. Halte den True Peak unter −1 dBTP, SoundCloud komprimiert stark.
- Instagram und TikTok nennen keine offiziellen Werte. Gehört wird meist am Handy, −14 bis −9 LUFS mit kräftigen Mitten funktionieren gut.
- CD gleicht nicht an. Pop und Rap liegen oft bei −10 bis −7 LUFS, Spitzen knapp unter 0 dBFS (etwa −0,3 dBTP), Format WAV mit 16 Bit und 44,1 kHz.
Einen eigenen Master pro Plattform brauchst du nicht. Ein Master zwischen −10 und −8 LUFS mit sauberem True Peak funktioniert fast überall. Eine eigene Version lohnt sich vor allem für CD und Vinyl.
Soll ich genau auf −14 LUFS mastern?
Nicht unbedingt. Rap, Trap und Pop werden oft lauter gemastert, etwa −10 bis −7 LUFS, weil der Sound dicht wirken soll. Das passt, solange der Song nicht zerdrückt klingt. Eine Akustik-Ballade darf ruhig bei −14 LUFS bleiben.
Faustregel: so laut, wie es zum Genre passt, aber nicht lauter, als der Song verträgt. Verlieren Kick und Snare hinter dem Limiter an Kraft, ist es zu viel.
So misst du die LUFS deines Songs
Lade deinen Song in den kostenlosen Mix-Scout. Er misst Integrated LUFS, True Peak und Dynamik direkt im Browser, ohne Upload, und zeigt dir für jede Plattform, wie stark dein Song leiser gedreht wird. Vergleiche ihn mit einem Referenz-Track aus deinem Genre.
Typische Fehler
- Zu laut gemastert: klingt flach und verzerrt, sobald normalisiert wird.
- True Peak über 0 dBTP: hörbare Verzerrung auf Streaming-Diensten.
- Limiter auf dem Mix vor dem Mastering: nimmt den Spielraum.
- Nur auf Zahlen schauen: LUFS sagt nichts darüber, ob der Mix gut klingt.